Grilleau

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Um den Befürwortern der Sanktionen vor Augen zu führen, in welchem geistigen Umfeld sie sich bewegen – schließlich ist selbst das Regierungsmotto von CDU und CSU- "sozial ist, was Arbeit schafft" – der nationalistischen Propaganda entlehnt, wo es hieß: – "Sozial ist, wer Arbeit schafft" – nachstehend Zitate von der sogenannten Leistungselite, die aufzeigen, wie die heutige Diskriminierung der Erwerbslosen nach dem SGB II vonstattengeht, die im Übrigen in keinster Weise von der Diskriminierung der Erwerbslosen im Dritten Reich sich unterscheidet. Zum Vergleich verweise ich auf die Gestapo-Aktion gegen sog. Arbeitsscheue hin, die auf einen Erlass des Reichsführers SS, Heinrich Himmler vom 26.1.1938 zurückging. http://grilleau.blogspot.de/2016/02/hartz-iv-und-die-strukturelle-gewalt.html

Freitag, 17. Juli 2015

Das tägliche bisschen Leben der Grundsicherungsträger wird täglich grammgenau abgepackt und nun wird es von den Verfolgungsbehörden auch noch überwacht.

Unser Autor Bernd Matthies setzt sich zu Hartz-IV-Aufstockern in die Kantine. Er findet den Versuch des Jobcenters, Menschenleben auf jeden Cent auszumessen, unerträglich. Über Hartz IV sind ganze Bibliotheken geschrieben worden – aber letztlich hängt alles doch davon ab, ob man mit leisem Schaudern von draußen draufschaut oder als Betroffener einer grotesken Bürokratie ausgesetzt ist, deren Befugnisse ständig gerichtlich definiert und kontrolliert werden müssen.

Bitte, wir sind in Berlin. Und da gehört es nun offenbar zum guten Ton, möglichst viel fettes Essen herunterzuwürgen, immer mit ordentlich Majo drauf, ach, und die Pommes rot-weiß. Wer so was schauderhaft findet, weil er kein Akkordarbeiter ist oder grad abnehmen will, der kann auch gern was anderes essen. Jobcenter kontrolliert Essgewohnheiten Außer, es schaut ihm das Jobcenter auf die Finger.

Hier haben wir berichtet, wie eine sogenannte Hartz-IV-Aufstockerin dagegen kämpfen musste, dass ihr das fette Gratispersonalessen, das sie nicht aß, dennoch per Pauschale als Einkommen zugerechnet wird. Kleinkram? Nicht bei Menschen, die jeden Cent umdrehen müssen. Im Jobcenter werden sie nun stöhnen, das kann man verstehen. Müssen wir jetzt bei jedem Aufstocker nachsehen, ob er sein Personalessen auch isst? Aber es hilft nichts. Vielleicht findet sich ja wenigstens ein verständiger Sozialpolitiker, der die ganze Vorschrift rasch verschwinden lässt. Dieser Versuch, ein Menschenleben auf Heller und Pfennig auszumessen, ist auch so unerträglich genug.

Hartz IV-Empfänger im Jobcenter Ich will keine Pommes mit Mayo

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